Die Kraniche am Schaalsee – ein Jahresrückblick

Nichtbrüter bei Granzin. Foto: Reiner Schmahl

Nichtbrüter bei Granzin. Foto: Reiner Schmahl

Das Kranichjahr 2016 war wieder einmal ein eher schlechtes Brutjahr mit vergleichsweise wenig Jungkranichen. Die Ursachen dafür sind vielfältig und nicht immer genau zu ermitteln. Den Gesamtbestand der Kraniche wird das jedoch wohl nicht ernsthaft beeinflussen. Die Sammelphase nach der Brut ab August bis Ende September, in der sich die Nichtbrüter, erfolglose Brutpaare und dann später auch die erfolgreichen Brutpaare mit den Jungen zusammenfinden begann wie auch in den Vorjahren. Mittlerweile bleiben jedoch manche Schlafplätze leer oder werden nur sporadisch benutzt. Ursache ist wahrscheinlich die Nutzung neu entstandener Schlafmöglichkeiten für die Kraniche in Flachwasserbereichen von Kiesgruben und andere Kleingewässer. Teilweise konnten diese schon ermittelt werden. So konnte Mitte September ein Sammelbestand an den bekannten Schlafplätzen von etwa 500 bis 600 Kranichen gezählt werden, was etwa dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Leider wurde der bisher meist zur Beobachtung des Einflugs genutzte Schlafplatz bei Zarrentin am Schaalsee nur wenig genutzt. Die Ursachen dazu sind noch unklar. Am 4. Oktober ließ sich um die Mittagszeit nun ein starker Kranichzug nach Südwest über Zarrentin beobachten. In einer Stunde konnten Ornithologen ca. 1600 Kraniche zählen bzw. in größeren Trupps schätzen. Regelmäßige Zählungen, die im Oktober an jedem Wochenende erfolgen, werden nun zeigen, ob sich unser Rastbestand durch Zuzug noch erhöht bzw. wann dann die Masse der Kraniche hier Richtung Frankreich oder Spanien abzieht. Einige werden wieder versuchen hier den Winter zu verbringen, wenn die Witterung und die Nahrungssituation es zulassen.

Reiner Schmahl

 

Veröffentlicht unter Aktuelles

Lage

Lage UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee

Lage Biosphärenreservat. Karte: Verlag Maiwald-Karten

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