Schlechtes Brutjahr für Kraniche?

Kranich mit Jungem. Foto: Jürgen Reich

Die traditionellen Schlafplätze am Schaalsee sind im diesjährigen August und September weitgehend leer geblieben. An diesen Schlafplätzen waren nur etwa 30 Kraniche anzutreffen gegenüber etwa 600 im letzten Jahr. Das ergaben die Sichtungen des Ornithologen Reiner Schmahl. Im Nordbereich des UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee sind dafür deutlich mehr Kraniche. Möglich, dass die hiesigen Kraniche sich dort gesammelt haben.
Im Raum Valluhn bei Zarrentin waren in letzter Zeit tagsüber etwa 40-70 Kraniche anzutreffen, die aber andere, unbekannte Schlafplätze nutzten. Das kann zum einen daran liegen, dass wir viel Regen hatten und sich diverse kleinere Wasserflächen auf Grünland oder Ackerflächen in der weitläufigen Landschaft gebildet haben. Diese können dann auch als Schlafplatz genutzt werden. Zum anderen war 2017 wohl auch ein schlechtes Brutjahr, bedingt durch die Witterung. Es konnten extrem wenig Jungkraniche gesichtet werden. Auch haben sich einige Brutpaare offensichtlich nicht am Sammelplatz eingefunden und halten sich immer noch in den erweiterten Brutrevieren auf. In den letzten Septembertagen wurden dann bereits die ersten abziehenden oder durchziehenden Kranichtupps gesichtet. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich die Schaalseeregion noch mal mit durchziehenden und rastenden Kranichen füllt, die dann über die Rügen-Bock-Region kommen, hier kurz rasten und dann ebenfalls nach Süden abziehen.

 

Veröffentlicht unter Aktuelles

Lage

Lage UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee

Lage Biosphärenreservat. Karte: Verlag Maiwald-Karten

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