Schönwolder Moor

Schönwolder Moor aus der Luft. Foto: Nils Meyer

Schönwolder Moor aus der Luft. Foto: Nils Meyer

Das Schönwolder Moor – was macht es so einzigartig?

Das Schönwolder Moor liegt in den Gemeinden Krembz und Rögnitz. Es gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Aufgrund der naturnahen und seltenen Pflanzengesellschaften im Schönwolder Moor wurde das Gebiet schon 1972 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Darüber hinaus ist das Schönwolder Moor als Fauna Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen. Bereits 1974 (Gutachten Dr. JESCHKE) wurde festgestellt, dass es sich beim diesem Moor in Bezug auf die vorhandenen Pflanzengesellschaften um das wertvollste Regenmoor Mecklenburg-Vorpommerns handelt. Es gilt als eines der letzten noch renaturierungsfähigen Hochmoore im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern (M-V) und verfügt als einziges Regenmoor in M-V über einen nahezu ungestörten Schichtaufbau im Bereich des Hochmoorkörpers.

Warum soll das Schönwolder Moor renaturiert werden?

Durch die Anlage von Entwässerungs- und Randgräben wurde in den natürlichen Wasserhaushalt des Moores eingegriffen und der Moorwasserspiegel dauerhaft abgesenkt. Infolge dessen ist auf den Moorflächen schon seit Jahrzehnten eine zunehmende Torf-Mineralisierung und Bewaldung zu beobachten. Die offenen Moorflächen mit ihren moortypischen Pflanzen werden immer kleiner. Will man diese Entwicklung zu stoppen, muss vor allem die Entwässerung des Moores beendet werden. Um das wertvolle Ökosystem langfristig zu bewahren, plant die Biosphärenreservatsverwaltung eine Renaturierung des Moores. Von dem Projekt sollen auch die Moorwälder mit ihren Kranichbrutplätzen profitieren, die zurzeit aufgrund der Trockenheit in einem schlechten Zustand sind.

Welche Ziele hat das Projekt?

  • Wiederherstellung des natürlichen Wasserregimes im Bereich des Moorkörpers, z.B. durch den Verschluss von Gräben
  • Anregung der natürlichen Torfbildung durch die Wassersättigung des Moores
  • dauerhafte Sicherung des vorhandenen Hochmoorkörpers
  • Schutz der Moorflächen vor Nährstoffeinträgen
  • ökologische Verbesserung der Waldstruktur durch Umwandlung von Nadelwaldbeständen in naturnahe Laub- und Mischwälder
  • Sicherung und Monitoring der Grundwasserverhältnisse in den umliegenden Ortslagen

Wann und wie wird das Projekt durchgeführt?

Die Projektumsetzung steht ganz am Anfang. Die ersten Schritte zur Umsetzung sind das Setzen von Grund- und Moorwasserpegeln und eine Höhenvermessung. Diese Grundlagen dienen dazu eine Planung vorzunehmen, die von vornherein eine Betroffenheit von Ortslagen ausschließt. Diese Maßnahmen sollen 2014 durchgeführt werden. 2015/2016 soll ein Bodenordnungsverfahren für die Gemeinde Krembz und Rögnitz beantragt werden und die planerischen Unterlagen für die Renaturierung zu erstellen. Mit diesen Unterlagen erfolgt der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung. Die Moorrenaturierung soll perspektivisch bis 2020 abgeschlossen sein.

Zeitplan

  • Vermessung des Projektgebietes als Planungsgrundlage (2014/2015)
  • Pegelmesssystem aufbauen, Pegel setzen (2014), Daten erheben (ab 2014)
  • Bestandserfassung des Graben- und Drainagesystems, auch auf umlaufenden Flächen und auf betroffenen Randbereichen (2014)
  • Konkretisierung der Planvorgaben, hydraulische und hydrologische Modellierung von Ist- und Ziel-Zustand (2015)
  • Praktische Umsetzung der abgestimmten Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Funktion des Moores, z.B. Grabenverschlüsse, Bau von Sohlschwellen, Anschluss von Drainagen (ab 2018)
  • Hydraulisches, faunistisches und floristisches Monitoring der Maßnahmen (ab 2016)

 

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Lage

Lage UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee

Lage Biosphärenreservat. Karte: Verlag Maiwald-Karten

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